Das Imaginäre

„The Imaginary“ | interactive film  |  2011
3 videos | 6 images | 333 words | english description

“Das Imaginäre“ ist ein interaktiver Film. In diesem virtuellen Computerszenario, kann der Betrachter eine räumliche Umgebung betreten, erkunden und wird dabei eine Handlung erleben.
Die Umgebung stellt an sich bereits einen skulpturalen Akt dar und man betritt Räume, wo sich 3D Modelle in Ausstellungssituationen zu Plastiken arrangiert finden. Parallel zur räumlich visuellen Ebene entfaltet sich eine abstrahierte Erzählung auf inhalticher Ebene. Und zwar findet der Betrachter auf seinem Weg durch die dreidimensionale Umgebung immer wieder herumstehende Radiogeräte. Aus diesen Empfangsgeräten lassen sich Ansagen eines Moderators vernehme, die in scheinbar kommentierender Funktion eine Aufklärung der Umstände verheißen.


“Diese Untersuchung hat zum Ziel die wichtigste irrealisierende Funktion des Bewußtseins, die Vorstellungskraft und […] das Imaginäre zu beschreiben.” –  Jean Paul Sartre

Zu hören ist eine atmosphärische Textcollage von Fragmenten aus dem Essay “Das Imaginäre”, einem frühen Buch von Jean Paul Sartre. In dieser Abhandlung geht es um eine phänomenologische Untersuchung der menschlichen Vorstellungswelt. Sartre unterscheidet hier zwischen Wahrnehmung und Vorstellung. Es geht ihm darum auszuloten, in wieweit der Mensch die Welt ausschließlich wahrnehmen kann und wann er notwendiger Weise beginnt das Wahrnehmbare mit Hilfe seiner Vorstellungskraft zu überschreiten und somit bereits für sich um zugestalten.


Diese Fragestellung soll in abstrahierter Form  auch in dieser Installation zum Tragen kommen. Sie setzt die philosophische Hypothese in Kontrast mit der zwischenzeitlich entwickelten Multimedia-Technik zur künstlichen Erzeugung imaginärer Welten. Eröffnet die technologische Entwicklung neue Freiräume des Geistes oder zwängt sie ihn in ein Korsett aus sich in der visuellen Konsumierbarkeit erschöpfenden Wahrnehmungslandschaften?
Selbst in der Abstraktion der Textebene dieser Installation hallt eine Aufforderung zur Reflektion wieder. Diese wird spätestens dann aus der Virtualität auf die reale Welt zurückworfen, alsbald der Rundgang durch eine Kunstausstellungssituation und andere Bewußtseinszustände führt.


Auf technischer Seite will eine steuerungsfreie Bewegungserkennung des Betrachters die Grenze der Leinwand auflösen und die Intensität der Immersion befördern. Der Betrachter kann dank einer kamerabasierten Gesichtserkennung interagieren, die zur Bewegungssteuerung in der virtuellen Umgebung dient. Darüber hinaus ermöglicht ein Touchscreen die Interaktion mit den physischen Objekten in der virtuellen 3D Welt. Die Realisierung wurde dank einer Software möglich, die vornehmlich in modernen Computerspielen Verwendung findet.


Preise und Auszeichnungen

Das Imaginäre  | LIONEL Award 2013, Braunschweig| 6.9.
Das Diplomprojekt erwarb in der Kategorie LIONEL College den 3. Platz

Herbstausstellung | Kunstverein, Hannover | 28.6. – 12.8.
“Vom Hier und Jetzt” Gruppenausstellung Niedersachsen

Das Imaginäre | 1. Preis der Kategorie „Interaktive Anwendungen“
Koordinaten Festival für räumliche Medien | FH-Kiel | 2. – 3.11

The Imaginary

interactive installation | 3 videos | 6 images | german info

This interactive video installation is a virtual reality experience leading the recipient through an imaginary scenario. Alongside the visual level there’s an abstract and atmospheric story / commentation narrated by radios that are placed everywhere in that virtual scenario. What you hear is a textcollage with fragments and outtakes of an early book by Jean-Paul Sartre called “The Imaginary” in which he’s writing about the cognitive process of imagination. A philosophy of imagination is investigating with modern multimedia ways of it’s creation.


Virtual Walkthrough

Walkthrough of the installation | 10:37 minutes | HD

This is the complete plot that runs on the Screen of the interactive film showing whole storyline and of  about 11 minutes. The first scene in the video is a looped sequence, in which the speaker is inviting the visitor to come closer and to step into the circle on the floor in front of the screen. When somebody gets tracked, the radiovoice is personaly welcoming the user and starting to tell the story. Meanwhile the cameraview is adapting the users point of view and natively watching arround by the rotation of his head. By stepping for- and backwards a bit the camera is is starting to move into that direction.


Interacting with the Installation HD

Footage of people interacting with the installation | 5 minutes | HD

In this video you see people in front of the installation. With little turn of the head the viewer can start turning arround or look up and down. I reconfigured the interpretation of movements since these pictures where taken. So they aren’t that sensible anymore and people can act more freely and slide sideways.

dasimaginare2


Concept video

Explaining technical aspects of the installation | 4:46 minutes | HD

The video installation is built with hardware modification and 3d game development software. A headtracking software is locating the viewers face position and rotation and translating it into camera movement in the virtual world. Furthermore it is possible to interact with the objects of the virtual world by touching them on the touchscreen. It is my Diploma Project in Fine Art Studies and Communication Design and at the HBK Braunschweig, University of Arts, Germany 2011.


Project Files

download_stuff_jookiThe Imaginary Documentation PDF 52 pages
The whole documentation of my diploma project with texts and images.

download_stuff_jooki6Dof Headtracking Streamer Fixed
The fixed version of the headtracker that works with the latest version of faceAPI 3.26.

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