Procedural Sculptures

English description:
Interactive Video Installation
Motion tracking and parallel projection matrix | 4 x 3 x 2 m

In this interactive video installation a procedural three-dimensional structure gets projected onto a wall, in such a way that it appears as an authentic spatial illusion. It will be generated in real-time by a computer system with use of a so called parallel projection matrix, based on the viewing angle and position of one spectator in the room.

Participation and Interaction

In addition there will be a tracking of the position and movement of the hands from the primary spectator. And the data will be integrated in the generative processed structure. Everyone will have a unique and individual experience and become himself the creator of temporary real-time sculpture.

Technique and Process

To achieve this effect there is a Kinect 2.0 camera sensor integrated into the installation that tracks the head position and movement of a certain person. The resulting projection will only work for that single person while for others in the room the projected nature of this geometric illusion will be exposed clearly. As the sensor can detect multiple persons in the room the visual illusion can jump from one spectator to the next.


deutschsprachiges Konzept:

Bild3

Hier ( Bild oben) habe ich bereits in einer Testumgebung die Möglichkeiten der prozeduralen Formgestaltung erprobt. Der virtuelle Kasten wurde samt seines generativen Inhalts auf einem Hochformat-Bildschirm so dargestellt, dass er dem räumlichen Blickpunkt des Betrachters entspricht.

Procedural Sculptures

Interaktive Videoinstallation  |  Parallel Projection Matrix und Motion Tracking  |  4 x 3 x 2 m

In dieser interaktiven Videoarbeit wird eine dreidimensionale Struktur so auf eine Wand projeziert, als würde sie räumlich daraus herhervorstehen. Die Plastik wird prozedural im Computer generiert und durch eine sogenannte „Parallel Projection Matrix“ berechnet, dass sie aus dem Blickwinkel eines einzelnen Betrachters eine plausible räumliche Illusion ergibt. Dazu wird dessen Blickwinkel und Kopfbewegung im Raum durch einen Kamerasensor ( Kinect 2.0 ) aufgenommen und als Kamerabewegung in die Simulation übertragen. Diese räumliche Illusion funktioniert jedoch nur für den anvisierten Betrachter, während sich anderen Anwesenden das Geschehen als verzerrte Projektion entlarvt. In dieser Weise soll die Installation die Subjektivität unserer Wahrnehmung visualisieren. Auf welche Betrachterperspektive die Installation berechnet wird, soll bei mehreren Personen im Raum zu diesem Zweck sporadisch wechseln.  Die Technologie ist geeignet mehrere Menschen zu erkennen.

Partizipation und Interaktivität

Die Betrachter in den Formprozess mit einzubinden und dadurch vom bloßen passiven Dasein in der Betrachtung zu emanzipieren, halte ich für die große Innovation und Chance bei der Arbeit mit neuen computerbasierten Medien. Als Künstler möchte die Rahmenbedingungen herstellen unter denen diese Formprozesse stattfinden und alles weitere möglichst offen halten.

In diesem Sinne werden auch die Position der Hände des Betrachters von der Kamera-Sensorik erfasst und formgebend in die individuelle Entstehung der polygonalen Struktur mit einbezogen. Nach einer Weile soll sich die individuell generierte Struktur wieder zersetzen und für den nächsten Betrachter neu entstehen.

Bild1

In der Skizze (oben) wird deutlich, welches Bild konkret projeziert wird. Die räumliche Struktur wird so gerendert, dass die Beleuchtung samt Schattenwurf von der Beamerlinse her fällt. Die Projektion wird wie eine Scheinwerfer-Lichtquelle wirken, die auf eine tatsächlich an der Wand vorhandene Plastik gerichtet ist.

Bild2

Bei der Umsetzung der Installations-Konstruktion ( Projektionssockel mit integrierter Sensorik und Computersystem ) soll ein Höchstmaß an Minimalismus sicherstellen, dass äußerlich nichts auf das Vorhandensein aufwendiger Hardware hinweist und somit vom Projektionsgeschehen ablenkt.

Reference Project

In meinem Referenzprojekt „Objektiv“ ( siehe Videolink ) sind erste Ansätze dazu erkennbar: Die organischen Strukturen wachsen an der Stelle aus dem Baum wo der Blick des Betrachters auf die Oberfläche fällt. Der User dieser Installation bekommt eine unikate Version der Installation zu sehen, die er selbst in ihrer Entstehung beeinflusst.